Der Kurfürstendamm im November

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Die Coronainfektionen und die Zahl der belegten Intensivbetten sind im November rapide angestiegen. Noch im Oktober galt die allgemeine Stimmungslage trotz vorausblickender Warnungen eher als entspannt. Eine trügerische Haltung, wie nun zu erkennen ist. Die Abschaffung der kostenlosen Coronatests durch eine wahlgelähmte Regierung erweist sich ebenso wie die Schließung vieler Impfzentren als grandiose Fehlentscheidung. Alle Prognosen für den Dezember zeichnen ein düsteres Bild.

Bislang galt meist eine 3G-Regelung oder, wie im öffentlichen Personenverkehr, lediglich eine Maskenpflicht. Nun ist vielfach die engere 2G-Regelung vorgeschrieben. Auch kostenlose Tests werden wieder angeboten, für die überall geworben wird, auch an der Gedächtniskirche, um die herum der alljährliche Weihnachtsmarkt stattfindet. Ein bisschen Spaß muss doch sein, denken da wohl einige.

Die Dekoration des Brunnens vor dem Europa-Center mit imitierten Geschenkpaketen wirkt ebenso trostlos wie es das Dasein derjenigen ist, denen eine Beteiligung am Weihnachtsrummel verwehrt ist. Auch die Tannenbäume stehen ein wenig unglücklich in Reih und Glied lieblos am Wegesrand.

Ob im Dezember eine Verschärfung einschränkender Maßnahmen einschließlich weitgefasster Lockdown-Regelungen droht, ist am Ersten Adventssonntag völlig offen. Auch die Auswirkungen neuer Mutationen des Virus sind nicht absehbar, geben aber Anlass zur Sorge.

Frühere Blogbeiträge zeigen Fotografien des Kurfürstendamms im Corona-Jahr aus dem Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, Juli, August, September und Oktober.

 

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