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Hinweise auf Ausstellungen; Rezensionen von Büchern; Interviews mit Fotografierenden, Kunstschaffenden und Medienaktiven; Anmerkungen zur Geschichte und Theorie der Fotografie; Kommentare zur Kultur; Berichte zum Zeitgeschehen und von Reisen.

Ulrich Metzmacher Ulrich Metzmacher

Zum Stand der Dinge

Um beim Blick auf die mannigfaltigen Aspekte des Fotografischen nicht die großen Linien zu verlieren, ist hin und wieder eine Besinnung angesagt. Konkret geht es um die Reflexion der fotosinn-Beiträge aus den vergangenen Jahren. Die eigene Sicht des Autors mag da eine gewisse Betriebsblindheit aufweisen. Grund genug für eine externe Beauftragung. Bei dem folgenden Text handelt es sich um das Ergebnis des Experimentes mit einer KI-Sprachmaschine. Diese wurde mit den fotosinn-Texten gefüttert und aufgefordert, aus ihnen eine Zusammenfassung wesentlicher Inhalte zu generieren. Wie und warum die KI genau diese Schwerpunkte ausgewählt hat, bleibt ihr Geheimnis. Aber das Ergebnis ist plausibel. Es wurde lediglich stilistisch sowie mit einigen Kürzungen, Zusätzen und Begriffsveränderungen überarbeitet. Dumm war die KI jedenfalls nicht. Und auch kein Monster. Hier das Ergebnis:

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Kulturexport durch Sprachmaschinen

In seinem Buch Sprachmaschinen. Eine Philosophie der künstlichen Intelligenz wirft der Medienphilosoph Roberto Simanowski einen ambivalenten Blick auf das Zeitalter von ChatGPT, Gemini und Co. Aber anstatt dabei in den gängigen apokalyptischen Alarmismus hinsichtlich einer vielleicht unkontrollierbar werdenden KI einzustimmen, untersucht er die subtilen Verschiebungen in unserer Kultur und unserem Denken. Die Sprachmaschinen selbst denken nicht. Sie besitzen kein Bewusstsein im herkömmlichen Sinne, keine eigene Überzeugung und keine Lebenserfahrung. Wenn eine KI spricht, betreibt sie Statistik und ermittelt die Wahrscheinlichkeit von Wortfolgen, basierend auf den Textmengen, mit denen sie trainiert wurde. Wahrheit und Relevanz sind für sie ein Produkt mathematischer Häufigkeiten. Soweit sind die Dinge bekannt.

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Das Babylon-Syndrom

Steigt man bei frühsommerlichen Außengraden hinab in das temperierte Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie, vollzieht sich vordergründig ein klimatischer Wechsel. Man gelangt zur kleinen Sonderausstellung Ruin und Rausch. Berlin 1910 – 1930 mit rund 45 ausgewählten Exponaten der Klassischen Moderne, meist aus den eigenen Beständen. Die Schau seziert das Lebensgefühl einer Epoche, die zwischen Übermut und existentieller Angst oszillierte. Es ist eine konzentrierte Erzählung, die ambivalente Gedanken auslöst und auch als seismographischer Spiegel der Gegenwart gelesen werden kann. Die aktuelle Außentemperatur macht dann doch keinen großen Unterschied mehr zum schwülen Klima der 1920er Jahre.

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Abstraktion als Narkotikum

Das Jahr 1945 ging als Stunde Null in die deutsche Geschichte ein. Es war eine Metapher, die gleichermaßen biologisches Überleben, moralischen Bankrott und materiellen Ruin zusammenfasste. Die Städte lagen in Trümmern, die Infrastruktur war kollabiert und die nicht mehr zu leugnende Existenz der Konzentrationslager offenbarte einen Zivilisationsbruch ungeheuerlichen Ausmaßes. Doch inmitten dieser totalen Verheerung zeigte sich eine Erscheinung, die auf den ersten Blick zynisch anmuten mag: Die Kunst hatte es nach dem Krieg mit nahezu idealen Neustartbedingungen zu tun.

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Warum wir die Moderne der 1920er Jahre so lieben

Wir leben im Zeitalter der visuellen Adipositas. Jede Sekunde werden tausende Bilder in den digitalen Äther gespült, gefiltert, KI-generiert, hochglanzpoliert und sofort wieder vergessen. Wir sind gesättigt von ihrer Beliebigkeit. Aber wenn wir dann vor einer körnigen Schwarz-Weiß-Aufnahme aus den 1920er Jahren stehen, halten wir inne. In der heutigen Welt, in der es scheinbar nichts Neues mehr unter der Sonne gibt, wirkt der Blick auf eine einhundert Jahre alte Ästhetik fast paradox. Aber vielleicht wollen wir uns ja noch einmal zurück in eine Welt begeben, die durch positive Zukunftsbilder geprägt war und in der man den weiteren Verlauf des Zwanzigsten Jahrhunderts noch nicht antizipieren konnte.

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Fotografinnen der Moderne

Frauen spielten im Umfeld des Bauhauses eine stärkere Rolle, als dies lange Zeit in der Kunstgeschichtsschreibung sichtbar wurde. Die Fotografie entwickelte sich in den 1920er Jahren zu einem experimentellen Feld, in dem jedoch auch Fotografinnen prägend wirkten. Die Ausstellung Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen des Bauhaus-Archivs im Museum für Fotografie in Berlin macht dies deutlich. Einige der gezeigten Fotografien sind als Dokumente der Bauhaus-Ästhetik zwar bekannt, nicht immer jedoch ihre Urheberinnen.

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Bau Dir eine Welt, wie sie Dir gefällt!

Kurz nach der morgendlichen Eröffnung des Hamburger Bahnhofs – Nationalgalerie der Gegenwart haben Ordner einige der Bauwerke vom Vortag zerstört. Zahlreiche der vierhunderttausend Klötze wurden umgeworfen und damit zum Material für Neues. Das Ganze wird eine große Spielwiese, nicht zuletzt für Kinder. Kunst, die zum Mitmachen einlädt. Während später Erwachsene eher andachtsvoll durch das Wirrwarr streifen und Obacht geben, sich nicht beim Abrutschen von einem der Klötze den Fuß zu verknacksen, legen viele der Jüngeren spontan los und schaffen neue Wirklichkeiten bis hin zu gewagten Hochkonstruktionen. Die Ordner haben bei Alledem einen aufmerksamen Blick, bleiben aber gelassen.

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Eine zweite Wirklichkeit

Mit Realität+. Virtuelle Welten und die Probleme der Philosophie hat der australische Philosoph David J. Chalmers ein Buch vorgelegt, das den Leser auf eine gedankliche Expedition zu einigen Fragen der Philosophie mitnimmt und dabei die Technologie virtueller Realitäten als Kompass nutzt. Gegenwärtig scheint vieles davon noch phantastische Spekulation zu sein, aber die möglich erscheinenden Entwicklungen legen es nahe, sich schon heute mit einer umfassenden virtuellen Zukunft zu befassen. VR-Brillen sind da nur der Anfang. Künftige Technologien bis hin zu direkten Mensch-Maschine-Verbindungen werden ein immersives Eintauchen in Welten ermöglichen, die wir uns gegenwärtig noch kaum vorstellen können. Und parallel zur rasant fortschreitenden Erweiterung der Rechnerkapazitäten und dem Einsatz von Quantencomputern wird die vollständige Simulation einer zweiten Wirklichkeit zur realistischen Option. Matrix, die Truman Show und Second Life haben Aspekte solcher Visionen vorweggenommen.

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Reisefotografie. Ein Rückblick

Vor der Reise standen einige Entscheidungen jenseits von Logistik und Routenplanung an. Sie verdichteten sich zu der Frage: Wie will ich fotografieren und mit welchem Werkzeug soll dies ermöglicht oder auch begrenzt werden? Im Wesentlichen ging es um die Wahl zwischen großem und kleinem Equipment, zwischen einer voluminösen Kamera mit mehreren Objektiven oder einer reduzierten Ausrüstung. Vielfalt durch Optionen oder Konzentration auf Weniges? Und nicht zuletzt ging es um Vorüberlegungen hinsichtlich Schwarzweiß und Farbe, zwei grundverschiedene Arten, die Welt visuell zu ordnen.

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