NEU: Essay "Von der analogen zur digitalen Fotografie"

von Ulrich Metzmacher

Seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat sich die digitale Aufnahmetechnik unaufhaltsam verbreitet und die analoge Vorgängerin weitgehend abgelöst. Hinzu kommt die Bildbearbeitung, die mit immer leistungsfähigeren Computern und ausgefeilter Software ebenfalls digitalisiert wurde. Diese technischen Veränderungen haben gravierende Auswirkungen auf das fotografische Paradigma.

Die Digitalisierung ist Bestandteil einer dynamischen Medienveränderung, die viele alltägliche Banalitäten hervorbringt, aber auch neue kreative Impulse freisetzt. Dies hängt nicht zuletzt mit dem Obsoletwerden der Realismusfrage zusammen. Es geht heute nicht mehr darum, ob äußere Wirklichkeit und fotografisches Abbild kausal miteinander verbunden sind. Im Gegenteil, die verwandtschaftliche Beziehung zwischen freier Malerei und digitaler Fotografie ist intensiver als die zwischen digitaler und analoger Technik.

Der frühere fotosinn-Essay Von Körnern und Kacheln aus dem Jahr 2017 trägt jetzt den neuenTitel Von der analogen zur digitalen Fotografie und ist inhaltlich sowie sprachlich überarbeitet worden. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass einige damals noch als Prognose formulierten Entwicklungen inzwischen bereits Wirklichkeit geworden sind.

 

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