Freundliche Affinitäten von Skulptur und Fotografie

von Ulrich Metzmacher

Die Geschichte der wechselseitigen Beeinflussung von skulpturaler Kunst und Fotografie ist so alt wie die Fotografie selbst. Schon bald nach ihren Anfangsjahren musste nicht nur das Verhältnis zur klassischen Malerei reflektiert und geklärt werden. Auch die Beziehungen zu den skulpturalen Künsten sind vielschichtiger, als dies auf den ersten Blick erscheint.

Die Differenz zwischen der flächig angelegten Fotografie und der raumbildenden Skulptur ist Auslöser für eine konstruktive Beziehungsdynamik. Eine Aufarbeitung der Geschichte dieses Verhältnisses führt bis zur zeitgenössischen Kunst und einem radikal erweiterten Skulpturbegriff. Die Fotografie ist heute Bestandteil eines medienübergreifenden Kunstverständnisses, das zwischen den verschiedenen Disziplinen und Techniken nicht mehr trennt. Die Spielräume der Fotografie haben sich dadurch erweitert. Insbesondere die Digitalisierung hat diese Entwicklung noch einmal forciert und der Diskussion neue Aspekte hinzugefügt. Aus der früheren Dichotomie von Skulptur und Fotografie ist ein Anything goes geworden, von dem beide Seiten profitieren.

Der fotosinn-Essay Skulptur und Fotografie aus dem Jahr 2017 liegt nun in einer vollständig überarbeiteten Version 2.0 vor und kann auch wieder als PDF abgerufen werden.

 

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