Erinnerung an die Zukunft

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Seit vielen Jahren vergeht für mich kaum ein Spaziergang an den Küsten Fehmarns oder Rügens ohne Suche nach Versteinerungen oder anderen Schätzen aus dem Meer. Insbesondere Donnerkeile sind häufige Fundstücke, mit denen sich zu Hause nach und nach ein großes Glasgefäß bis zum Rand gefüllt hat. Die archaische Ausstrahlung dieser Relikte aus der Urzeit reizte schließlich den fotografischen Blick und rief nach würdigen Portraits. Entstanden ist so eine Reihe von Fotografien in einer eisernen Umgebung, die den Fundstücken Raum zur Entfaltung gibt.

 

Der Sage nach handelt es sich bei Donnerkeilen um Überreste von Blitzen, die vom nordischen Gott Thor auf die Erde geschleudert wurden.

 

 

In früheren Kulturen wurden Donnerkeile zu Amuletten verarbeitet und dienten zum Schutz vor Naturgewalten.

 

 

Zerrieben wurden sie auch als Medizin eingesetzt.

 

Bei Donnerkeilen, auch Teufelsfinger genannt, handelt es sich um versteinerte Teile von Kopffüßlern, die vor einigen hundert Millionen Jahren in den Meeren lebten. Die Tiere ähnelten den uns heute bekannten Tintenfischen. Die versteinerten Endstücke ihrer Steuerungsorgane bestehen aus Kalkspat und erhielten durch Beimengungen anderer Mineralien eine Färbung von Bernsteingelb bis zum tiefen Braun.

 

Heute erinnern Donnerkeile an die vergangenen Jahrmillionen, die angesichts des eigenen beschränkten Seins zur Demut und zum sorgsamen Umgang mit der Erde und der Welt auffordern.

 

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