Die sieben Todsünden (2)

von Ulrich Metzmacher

Die träge Masse liegt in den Kissen und harrt der Dinge, die da kommen. Kommt nichts, geschieht nichts. Schon der Versuch des Versuchs, sich zu erheben, längst aufgegeben. Totale Entspannung, alles flimmert so schön. Equilibrium der Sensoren. Alles gut so! Keine Empörung mehr über die Dinge der Welt. Wo sind sie hin, die Gedanken, Pläne, Träume? Vergessen und verplempert, abgeschliffen in den Jahren und zu Sand zermahlen.

Acedia #1

Mancherlei hast du versäumet:
Statt zu handeln, hast geträumet,
Statt zu danken, hast geschwiegen,
Solltest wandern, bliebest liegen.

(Goethe)

 

 

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